Social Entrepreneurship: Eindrücke von der „Machbarschaft“

Social Entrepreneurship ist ein globales Phänomen. Die Gründung von Sozialunternehmen erlebt einen anhaltenden Boom in Entwicklungsländern, den anglo-sächsischen Ländern und zunehmend auch in Kontinentaleuropa. Eine wichtige Rolle übernimmt dabei die Organisation Ashoka. 1980 in den USA gegründet, sucht und fördert Ashoka inzwischen in ca. 70 Ländern Sozialunternehmer. In Deutschland besteht das Ashoka-Netzwerk bereits aus 51 „Fellows“. Die vier neuesten Zugänge wurden kürzlich im Zuge einer Konferenz von Ashoka Deutschland vorgestellt. Unter dem Motto „Auf gute Machbarschaft“ fanden sich im April in Berlin 300 Teilnehmer aus den Bereichen Stiftungen und Wohlfahrt, Kommunen und Start-Ups, Familienunternehmern und Medien ein, um gemeinsam über mögliche Verbindungen zur besseren Unterstützung von Social Entrepreneurship in Deutschland zu diskutieren.

Ashoka-Konferenz zeigt das ganze Spektrum von Social Entrepreneurship

evers & jung war das erste Mal vertreten, und zwar im Rahmen unseres laufenden BMWi-Projekts, das die Herausforderungen der Förderung von Social Entrepreneurship untersucht. In einem Workshop diskutierte ich mit den anwesenden Stakeholdern und Unternehmern, was die Politik für Sozialunternehmen tun kann, wo sich staatliche Unterstützung anbietet und wo es eher weniger als mehr Staat braucht. Eine spannende und lebhafte Diskussion, die vom Projektkonsortium aktuell in Fokusgruppen in ganz Deutschland weitergeführt wird.

Beeindruckend an der Ashoka-Konferenz war vor allem die Vielfalt der präsentierten Ansätze und die Bandbreite der behandelten Themen. Dies reichte von Marketingfragen für Start-ups, über innovative Ansätze der Public-Private-Finanzierung sozialer Innovationen („Social Impact Bonds“) bis hin zur Rolle von Stiftungen und großen Wohlfahrtsverbänden.

Deutlich wurde, dass der weltweite Trend zur Bekämpfung gesellschaftlicher Probleme mit unternehmerischen Mitteln inzwischen in Deutschland Wurzeln geschlagen hat und die deutsche Wirtschafts- und Soziallandschaft in den nächsten Jahren stark verändern wird. Wir werden das Thema Social Entrepreneurship daher intensiv verfolgen.

 

Michael Unterberg

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