Ein Jahr Gründerplattform: Digitale Unterstützung für Gründungswillige kommt an

Die am 16. April 2018 von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sowie der KfW gestartete digitale Gründerplattform blickt auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurück. Das kostenfreie Angebot entwickelt sich zur zentralen Vermittlungsstelle zwischen Gründungswilligen und ihren Unterstützern. Belege dafür: die stark wachsenden Besuchs- und Nutzerzahlen sowie die zahlreichen Gründungsaktivitäten, die die Nutzer*innen mit Hilfe der Plattform realisieren. Mehr als eine halbe Million Menschen haben die Gründerplattform seit Start besucht. Davon registrierten sich über 30.000, um aktiv an ihren Gründungsvorhaben zu arbeiten. Die Tätigkeiten reichen von der Ideenfindung über die Geschäftsmodell- und Businessplanentwicklung bis zur konkreten Finanzierungsanfrage und Gründungsumsetzung. Den unmittelbaren Nutzen der kostenfreien Tools und Services erleben Gründer wie Matthias Pflügner unmittelbar: „Wenn es die Gründerplattform früher schon gegeben hätte, wäre meine erste Gründung sicherlich anders verlaufen.“ Der Unternehmer macht sich aktuell mit einem Produktangebot an die Zielgruppe junger Väter selbstständig.

Startevent von Gründerplattform.de, von links: Peter Altmaier (Bundesminister für Wirtschaft und Energie), Dr. Günther Bräunig (Vorstandsvorsitzender der KfW), fotografiert am 16. April 2018 im Haus Ungarn in Berlin-Mitte, Bildnachweis: KfW / Thorsten Futh

Start der Gründerplattform, von links: Peter Altmaier (Bundesminister für Wirtschaft und Energie), Dr. Günther Bräunig (Vorstandsvorsitzender der KfW), fotografiert am 16. April 2018 im Haus Ungarn in Berlin-Mitte Bildnachweis: KfW/Thorsten Futh

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bewertet den Zwischenstand positiv: „Die Gründerplattform ist ein wichtiger Baustein der von mir gemeinsam mit den Wirtschaftsverbänden gestarteten Gründungsoffensive „GO!“. Sie begleitet Gründungswillige umfassend und digital auf ihrem Weg in die Selbständigkeit. Menschen, die sich selbständig machen, stärken mit ihren Ideen, Produkten und Dienstleistungen unsere Soziale Marktwirtschaft. Sie verdienen unsere Wertschätzung.“

Die Gründerplattform bietet für alle Branchen – vom klassischen Handwerk bis zur spezialisierten, digitalisierten Dienstleistung Tipps, Tools und Beratung für jedermann und für jedes Alter. „Wir brauchen mehr Gründerinnen und Gründer, die mit Mut zur Selbständigkeit und ihrer Begeisterung die Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft stärken. Mit unserem Engagement bei der Gründerplattform gehen wir mit der KfW neue Wege und denken Förderung neu“, sagt Dr. Ingrid Hengster, Mitglied des Vorstandes der KfW.

500.000 Besucher, 30.000 Nutzer, mehr als 500 Partner – die Bilanz der Gründerplattform nach einem Jahr

Die Unterstützung für die Gründerplattform aus den Reihen der deutschen Gründungsförderer ist breit. Schon über 500 Partner zählt die Plattform. Darunter sind nahezu alle öffentlichen Banken und Landesförderinstitute sowie zahlreiche IHKs und Handwerkskammern.

Für Nutzerinnen und Nutzer verkürzt die vernetzte digitale Infrastruktur die Wege: Nach Eingabe der Postleitzahl finden sie zum Beispiel sofort passende Bank- oder Förderinstitute in ihrer Nähe. Sie können direkt mit den Partnern interagieren und ihr Gründungsvorhaben frühzeitig prüfen lassen. Die Plattform möchte zum Gründen motivieren und zeigt viele Mut machende Beispiele: In Videos beschreiben erfolgreiche Gründerinnen und Gründer, wie sie den Start geschafft haben.

Das Team Gründerplattform beim Start-Event in Berlin am 16. April 2018

Das Team Gründerplattform beim Start-Event in Berlin am 16. April 2018

Marco Habschick, evers & jung-Partner und Geschäftsführer von BusinessPilot, der Betreiber-Gesellschaft der Gründerplattform: „Der durchgängige digitale Prozess zeigt zunehmend seine Kraft. Von Banken hören wir immer häufiger, dass sie die Finanzierung von Gründerplattform-Nutzern in einem einzigen Termin hinbekommen. Und Gründerinnen und Nutzer genießen es, dass das Klinkenputzen aufhört – genau da wollten wir hin.“

Der Startschuss zu diesem bahnbrechenden Projekt für die Gründungsförderung in Deutschland war im März 2017 gefallen. Auf Initiative von BMWi und KfW baute evers & jung mit seinem Softwarepartner individee das Angebot auf. Analog zu unserer Software SmartBusinessPlan ist sie cloudbasiert, wird also per Webbrowser bedient.

Angesichts der seit Jahren unbefriedigenden Entwicklung der Gründerzahlen in Deutschland (hier die Ergebnisse des KfW Gründungsmonitors 2017) kommt die Gründerplattform zum richtigen Zeitpunkt.

Gründerplattform: „Startup Spirit meets Power“

Der technische Rahmen von SmartBusinessPlan stellt ein Herzstück für die Gründerplattform dar. Jan Evers blickt zurück auf die Entstehungsgeschichte des Vorhabens: „2013 haben wir mit vielen engagierten Gründungsförderern Trends und neue Strategien in der Gründungsförderung diskutiert. Mit SmartBusinessPlan haben wir dann zunächst das Thema Businessplan modernisiert mit einer einfachen und sicheren Lösung. Sie gilt als einer der besten Businessplaner in Europa. Jetzt setzen wir viel von dem um, was noch fehlte: Digitale Tools und Standards werden auch die Ideenfindung, die Geschäftsmodellentwicklung und die Finanzierung vereinfachen. Wir freuen uns über die großartige Zusammenarbeit mit KfW und BMWi. ‚Startup Spirit meets Power‘ ist hier wirklich eine passende Beschreibung.“

Auf den innovativen Charakter dieses bisher größten Kooperationsprojektes der deutschen Gründungsförderung stießen schnell auch die innovativen Medien: Das Wirtschaftsmagazin brandeins veröffentlichte eine ausführliche Hintergrund-Story zur Gründerplattform.

Die Entwicklung geht auch im täglichen Betrieb stetig weiter. Wer auf dem Laufenden bleiben will, abonniert einfach den Newsletter zum Blog der Gründerplattform.

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