Altersvorsorge in Deutschland: Ein Viertel ohne Vermögen

Mehr als jeder vierte Bundesbürger hat kein Vermögen oder sogar Schulden. Drei Viertel sehen sich nicht in der Lage, sich um Ihr Alter finanziell zu kümmern. Das belegten kürzlich zwei  Studien (Hans-Böckler-Stiftung und Sparda Hamburg/Steinbeis). Für das Thema „Altersvorsorge in Deutschland“ ist das natürlich problematisch.

Den Böckler-Berechnungen zufolge besaßen die privaten Haushalte 2012 brutto rund 7,4 Billionen Euro. Das bedeutet netto pro Erwachsenen in Deutschland durchschnittlich 83.000 Euro. Die reichsten 10% besaßen allerdings im Durchschnitt 217.000 Euro, das reichste 1% sogar 800.000 Euro. 28% der deutschen Erwachsenen hat hingegen kein Vermögen, 7% hatten mehr Schulden als Vermögen.

Altersvorsorge in Deutschland: Durchschnittlich nur 19 TEUR in privaten Rentenverträgen

Immer mehr Deutsche besparen zwar private Rentenversicherungen zur Altersvorsorge, im Schnitt sind diese aber nur 19.000 Euro wert. Ob damit die Lücke der gesetzlichen Rentenversicherung geschlossen werden kann, bleibt fraglich.

Zu den Erkenntnissen passt der kurz darauf vorgelegte Report zur Altersvorsorge in Deutschland 2014  von Sparda-Bank Hamburg und der Steinbeis-Hochschule (“Altersvorsorgereport: Deutschland 2014). Sie bringt neue Zahlen dazu, dass rund 75 Prozent der Deutschen sich außerstande sehen, für ausreichende finanzielle Sicherheit im Alter zu sorgen. In der Berufsgruppe der Arbeiter haben sogar nur rund 19 Prozent hinreichende Spielräume. Durchschnittlich fehlen im Alter durchschnittlich mehr als 27.000 Euro an Kapital pro Bürger.

Die Böckler-Studie ist nachzulesen bei http://www.versicherungsbote.de/id/4796888/Vermoegen-Verteilung-Reichtum-Armut-Deutschland-Boeckler/

Den Altersvorsorgereport gibt es hier: http://www.sparda-bank-hamburg.de/pdf/news/Altersvorsorgereport_2014_Final.pdf

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