Deutsche Bank: Privatkundenvorstand will Kundennutzen als Steuerungsgröße einführen
Der Privat- und Geschäftskundenvorstand der Deutschen Bank, Rainer Neske, hat in der Zeitschrift "Die Bank" (Ausgabe Mai 2010, S. 32 ff.) die Reaktion seines Hauses auf die neuen Realitäten im Privatkundengeschäft erläutert. Er sieht auf die Banken nach dem stellenweisen Beratungsdesaster der letzten Jahre eine Welle neuer Kundenerwartungen zurollen: "Kunden wünschen eine bessere Zugänglichkeit und eine höhere Beratungsfrequenz. Vor allem aber wünschen sie eine transparentere Beratung, die Chancen und Risiken gleichermaßen aufzeigt und einen Berater, der sich an ihren Bedürfnissen orientiert statt an seinen Verkaufsvorgaben."
Entsprechend will die Deutsche Bank ihre Unternehmenssteuerung verändern und der Erfolgsmessung den Kundennutzen als Dimension hinzufügen. Das Institut würde so die Aktionärs- und Kundeninteressen ausbalancieren.
Unser Fazit: Sollte sich dieser Ansatz so umsetzen lassen, wäre die Deutsche Bank der Branche einen großen Schritt voraus und würde tatsächlich das Banking neu legitimieren.
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