Microlending: E&J-Artikel untersucht den Status-Quo in Deutschland
In Deutschland wird über Kleinkreditprogramme für Existenzgründer und Kleinstunternehmen mit geringem Kapitalbedarf seit knapp zehn Jahren diskutiert. In dieser Zeit entstanden auch verstärkt spezialisierte Programme.
Wie und von wem wird Microlending heute in Deutschland praktiziert? Und mit welchem Erfolg?
Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigt sich der E&J-Artikel „Status of Microlending in Germany: An Empirical Survey of Programmes in 2006“. Er wurde veröffentlicht in der KfW-Publikation "Microfinance in Germany and Europe: Market Overview and Best Practice Examples" und ist auch kostenfrei als PDF-Download erhältlich.
Das Fazit der Autoren lautet, kurz gesagt: Es bewegt sich einiges in Deutschland, aber nicht genug. Der Durchbruch ist nicht in Sicht. Aber es sind deutliche Anzeichen einer wachsenden Dynamik zu erkennen. Nur eines erscheint schon sicher: Mikrofinanzierung wird nur an Bedeutung gewinnen, wenn mehr Akteure sie als Kerngeschäft definieren und somit Prozesse und Produkte an die Zielgruppe anpassen können.
Diese Notwendigkeit lässt sich am Konsumentenkredit zeigen: Dieses Produkt musste auch erst in eigenständigen Unternehmen optimiert werden, bevor es vor wenigen Jahren ins Standardgeschäft der Banken integriert wurde.
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